Ehemaliger Landkreis: Osterode – Heutiger Kreis (Powiat): Olsztyn
1856 als Vorwerk des einstigen Ritterguts Wittmannsdorf (Witramowo) angelegt, führte die mit der späteren Ausgliederung verbundene Eigenständigkeit zur Errichtung der gesamten Gutsanlage Adamsheide. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die nun staatliche Domäne verpachtet. Neben dem Vorwerk Albrechtau gehörten auch eine Brennerei und eine Kartoffelsaatgutwirtschaft zum fast 550 Hektar großen Staatsgut. Dieses lag Anfang der 1920er Jahre in den Händen des Pächters Hubert von Wuthenau. Zu dieser Zeit wurden neben 350 Schafen auch 65 Pferde und 65 Rinder gehalten. Der nachfolgende Pächter Kurt Wannow züchtete vor allem Deutsche Edelschweine. 1932 gab es außer 230 Schweinen dieser Rasse noch 62 Pferde, 120 Rinder und 80 Schafe. Werner Orlowski war im Jahr 1945 letzter Pächter der Domäne Adamsheide.
Das um etwa 1900 erbaute Gutshaus ist ein eingeschossiger Bau mit flachem Dach. An der Frontseite führt eine breite Treppe zu einem Vorbau, der vor einem zweigeschossigen Risalit mit Dreiecksgiebel ruht. Das Gebäude ist hochunterkellert, der Sockel aus Natur- und Ziegelsteinen. An der parkseitigen Giebelwand des Hauses befindet sich eine kleine Treppe. An der gegenüberliegenden Giebelseite schließen sich ein kleiner Anbau und eine überdachte Treppe, die zum Garten führt, an. Schlichte Dekorelemente schmücken den von vier quadratischen Pfeilern gestützten Vorbau und dessen Giebeldach.
Das ehemalige Gutshaus, das 1970 renoviert wurde, weist einige Fassadenschäden unterhalb des Daches auf. Der Putz bröckelt von den Säulen und oberhalb des Sockels von den Wänden. Die originalen Sprossenfenster blieben erhalten und erhielten einen neuen Farbanstrich.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die einstige Domäne in den staatlichen Landwirtschaftsbetrieb Waplewo (Waplitz) integriert. Nach dessen Schließung Anfang der 1990er Jahre ging der Besitz 1996 an einen neuen Eigentümer.
Die Gutsanlage ist Privateigentum, das Gutshaus bewohnt. Der Wirtschaftshof, die Umgebung des Hauses und der Park mit seinem alten Baumbestand zeigen sich in gepflegtem Zustand. (Stand 8/2020)
Letzter Besitzer vor 1945: Staatliche Domäne
24 km nördlich von Neidenburg (Nidzica)
41 km südöstlich von Osterode (Ostróda)