BANNASKEIM (BANASZKI)

Ehemaliger Landkreis: Rastenburg – Heutiger Kreis (Powiat): Kętrzyn

‍Vorderfassade

Die Gründungsurkunde des einstigen Rittergutes Bannaskeim geht auf das Jahr 1339 zurück. Lange Zeit ein Vorwerk des Gutes Mickelnick erlangte es Ende des 19. Jahrhunderts seine Eigenständigkeit. 1930 gehörten eine Molkerei und ein Kartoffeltrocknungsbetrieb zum kleinen Gut. Nach 1945 entstand hier ein staatlicher Landwirtschaftsbetrieb.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das villenartige Gutshaus eingeschossig mit hohem Mansardendach errichtet. Zweigeschossige Pseudorisalite mit elliptischen Giebeln gliedern die Längsseiten des Hauses. Eine breite halbkreisförmige Treppe führt zum Haupteingang, über dem sich ein von vier Säulen getragener, halbkreisförmiger Balkon mit Korbbalustrade erhebt. Die Gartenseite schmückt ein halbrunder Standerker mit einem darüberliegenden Balkon. An der östlichen Giebelwand befindet sich ein Anbau, von dem aus eine Nebeneingangstreppe ins Haus führt. Das Gebäude ist unterkellert, der Sockel aus Natur- und Ziegelsteinen. Dreiecksgiebel zieren die Mansardenfenster. Ein besonders schönes architektonisches Element ist die Dachlaterne auf dem First.

Das leerstehende Gutshaus weist Wasserschäden durch die defekte Dachentwässerung auf. Kleine Bäumchen wachsen oberhalb der Dachrinnen und auf dem Balkon. Der Putz bröckelt an einigen Stellen, vereinzelt fehlen Dachziegel. Von der originalen Eingangstür und den Fenstern blättert die Farbe.

Außer dem Haus und dem Park mit seinem alten, vor allem aus Hainbuchen bestehenden Baumbestand blieb kaum etwas von der ehemaligen Gutsanlage erhalten. Seitlich neben der repräsentativen Auffahrt zum Gutshaus steht eine als Naturdenkmal ausgewiesene monumentale Eiche.

Das Gutshaus befindet sich in Privatbesitz. (Stand 8/2020)


Letzter Besitzer vor 1945: Willi Drews

8 km nordwestlich von Rastenburg (Kętrzyn)

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