Kobylinnen (Kobylin)

Ehemaliger Landkreis: Lyck – Heutiger Kreis (Powiat): Ełk

‍Gartenseite

1827 wurde auf dem Gebiet der Landgemeinde Kobylinnen das gleichnamige Gut gegründet.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert befand sich das Anwesen in den Händen der Familie Arnoldt. Diese verkaufte es 1895 an Hermann von Kulessa, Provinzialrat des Kreises Lyck. Nach dessen Tod erbte das 326 Hektar große Gut sein Sohn Eberhard. Dieser verstarb 1936. Seine Frau Ilse führte das Gut bis zu ihrer Flucht im Jahre 1944 weiter.

Am 16. 7. 1938 änderte sich die Schreibweise des Gutsnamen in KOBILINNEN.

Das einstige, um 1900 errichtete Gutshaus ist ein eingeschossiger Bau, an dessen östlicher Giebelwand senkrecht ein zweigeschossiger Anbau erfolgte. Krüppelwalmdächer decken das Haus. Zweigeschossige Risalite mit Dreiecksgiebeln gliedern die Längsseiten.

Das Gebäude wird derzeit renoviert. Dabei erfolgten bauliche Veränderungen der Außenmauern, der Bau einer Tiefgarage und eines flachen Anbaus. Fenster- und Türöffnungen wurden verändert, der Balkon am Risalit der Vorderfassade entfernt. Die Veranda vor dem Risalit der Gartenseite ist neu gemauert worden.

Die ehemalige Gutsanlage wurde in der typischen Anordnung mit dem Gutshaus zwischen Park und Wirtschaftshof errichtet. Im einstigen Park haben nur wenige Bäume und die Teiche die Zeiten überlebt. Deutsche Soldaten zündeten 1944 während ihres Rückzuges einige der Wirtschaftsgebäude an, damit das darin gelagerte Getreide nicht in die Hände der sowjetischen Soldaten fiel. Der alte Wagenschuppen dient heute als Kuhstall.

Den einstigen Wirtschaftshof nutzt ein landwirtschaftlicher Betrieb. Das Gutshaus befindet sich in Privatbesitz. (Stand 8/2022)


Letzter Besitzer vor 1945: Hans und Ilse Niemann, verw. von Kulessa


20 km südlich von Lyck (Ełk)

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