LUBAINEN (LUBAJNY)

Ehemaliger Landkreis: Osterode – Heutiger Kreis (Powiat): Ostróda

‍Blick vom Wirtschaftshof

Mit der Gründung eines Rittergutes im Jahre 1398 begann die Geschichte des einstigen Gutes Lubainen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten mehrfach die Besitzer. So gelangte im Jahre 1551 das Anwesen in die Hände des Albert von Hohenzollern. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Familie von Groeben Eigentümer des Gutes, das im folgenden Jahrhundert seine Blütezeit erlebte. 1795 entstand unweit der Gutsanlage eine Ziegelei.

Das im 19. Jahrhundert im klassizistischen Stil erbaute Herrenhaus wurde eingeschossig errichtet, mit einem Satteldach gedeckt und später durch einen Eckturm und einem Anbau L-förmig erweitert. Heute zeigt sich das einstige Herrenhaus als Ruine.

Den Fenstern und Türen bereits beraubt, stürzten vor einigen Jahren das Dach und ein Großteil des Mauerwerks ein. Der Turm und einzelne der nur noch wenigen Außenmauern sind notdürftig vor weiterem Verfall gesichert. An der Vorderfassade befand sich ein Risalit mit Pilasterdekor, von dem ein Teil dem Verfall bisher noch standhielt.

1945 wurde die Gutsanlage geplündert und teilweise zerstört. Vom im 19. Jahrhundert angelegten Park sind wenige Bäume und vom alten Wirtschaftshof zwei Gebäude erhalten geblieben. Während der Hof genutzt wird, lässt der Pächter das die Ruine des Herrenhauses umgebende Grundstück verwildern. Zwischen den wuchernden Pflanzen liegen einige alte schwarze und weiße Bodenfliesen, auf deren Rückseite der Markenname „Villeroy und Boch Mettlach“ steht.

Die einstige Gutsanlage ist Eigentum der Staatlichen Agentur für Landwirtschaftliche Immobilien. (Stand 8/2022)


Letzter Besitzer vor 1945: Gustav Lindenau

5 km östlich von Osterode (Ostróda)

Zurück zur Übersicht