Mniodunsken (Mioduńskie)

Ehemaliger Landkreis: Sensburg – Heutiger Kreis (Powiat): Giżycko

‍Ansicht von West

Das im Jahre 1584 einst nach kulmischen Recht verliehene Gut Mniodunsken liegt auf einer Anhöhe am Westufer des Großen Schimonsees (1938-1945 Schmidtsdorfer See; Jezioro Szymon). Ab dem 26. August 1929 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges trugen der Ort und das Gut den Namen IMMENHAGEN.

Über die Geschichte des Anwesens ist wenig bekannt. 1818 gehörte es zur Domäne Rhein. Im späteren 19. Jahrhundert befand es sich im Besitz der Familien Faltin und Chamier-Gliszcyński. In den 1920er und Beginn der 1930er Jahren war Karl Frost der Eigentümer des etwa 264 Hektar großen Guts. Er betrieb neben dem Torfstich vor allem Schaf- und Pferdezucht. Neben seinen 250 Schafen und 45 Pferden hielt er 1922 auch 80 Rinder und 50 Schweine.

Das eingeschossige Gutshaus wurde auf rechteckigem Grundriss und mit einer Giebelseite in Richtung See errichtet. Ein leicht vorspringender Mittelrisalit mit dem Haupteingang gliedert eine Längsseite des Hauses, das mit einem Satteldach gedeckt ist. Viereckige Fialen betonen die Hausecken und den Risalit. Kleine Rundfenster schmücken die Giebel des Hauses und des Risalits. Klassizistische Dekorelemente schmücken die Fassaden. Heute gliedern Fledermausgauben die Dachflächen. Eine breite hölzerne Veranda mit großen Fenstern befindet sich an der Seeseite des Hauses.

Nach 1945 bis in die frühen 1970er Jahre war im ehemaligen Gutshaus eine Schule untergebracht. Danach stand das Gebäude lange Zeit leer. Im Jahr 2000 wurde es mit dem umliegenden Gelände von einer Privatperson erworben. Mit viel Liebe zum Detail entstand das stilvoll hergerichtete Hotel „Mioduńskie Dworek“, das jedoch derzeit vorübergehend geschlossen. (Stand 7/2026)


10 km südöstlich von Rhein (Ryn)

20 km nordöstlich von Nikolaiken (Mikołajki)

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